Britischer Pornofilter wird um Terror-Propaganda erweitert

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Britischer Pornofilter wird um Terror-Propaganda erweitert

Beitragvon 0utput » Mi 19. Nov 2014, 15:11

Britischer Pornofilter wird um Terror-Propaganda erweitert

Die voreingestellten Jugendschutzsysteme der vier großen britischen Provider sollen künftig auch terroristisches und extremistisches Material aussortieren. Zusätzlich soll es einen Meldeknopf für solche Inhalte geben.

Die vier großen britischen Internetprovider BT, Sky, TalkTalk und Virgin Media haben sich nach Verhandlungen mit der Regierung in London bereit erklärt, Maßnahmen gegen terroristische und andere extremistische Inhalte im Netz zu treffen. Dies berichtet der Guardian. Demnach sollen die zunächst auf pornographische Inhalte voreingestellten Jugendschutzsysteme der Zugangsanbieter künftig auch Hassseiten von Dschihadisten oder vergleichbare Werbung für Terrorgruppen ausfiltern.

Ferner schaffen die Provider auf Druck der Regierung eine Möglichkeit schaffen, Terror-Prograpanda zu melden. Dies soll ein schnelleres Löschen solcher Materialien erlauben. Technische Einzelheiten für einen solchen Melde-Button sind noch nicht bekannt. Hierzulande hatte vor allem der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) immer wieder einen allgemeinen "Notruf-Knopf" fürs Internet gefordert, was aber selbst bei Elternverbänden auf Kritik gestoßen war.

Im Vorfeld des G20-Gipfels in Australien hatte der britische Premierminister David Cameron unterstrichen, dass Internetfirmen mehr Engagement zeigen müssten im Kampf gegen schädliche Inhalte. Man brauche stärkere Filter, verbesserte Hinweismechanismen und müsse "proaktiver" handeln. Zugangsanbieter und Hoster hätten eine "soziale Verantwortung" zu verhindern, dass das Internet ein rechtsfreier, unkontrollierbarer Raum werde. Auch Konzerne wie Facebook, Google, Yahoo oder Twitter müssten ihre Standards erhöhen.

Jim Killock, Direktor der britischen Bürgerrechtsorganisation Open Rights Group, warnt vor ungerechtfertigter Zensur unter dem Deckmantel des Kinderschutzes: "Wir brauchen immer Transparenz, wenn politische Inhalte blockiert werden." Dies gelte auch für Webseiten, die extremistischen Stimmen Platz einräumten. Die Regierung müsse klar sagen, welche Angebote sie aus welchem Grund auf die Filterliste setzen wolle und es müsse Erwiderungsmöglichkeiten für Seitenbetreiber geben.

Angesichts der Tatsache, dass viele Kunden der vier Provider die Schutzsysteme rasch wieder abstellten, dürfte der beschlossene Ansatz andererseits kaum effektiv sein. (Stefan Krempl) / (vbr)


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